AGENDA 2020: Europas Demokraten schleifen Arbeitnehmerrechte
Durch die derzeit angespannte, wirtschaftliche Situation in Europa werden Lösungen gesucht, um Unternehmen zu entlasten und Mitgliedsländer wieder im Hinblick auf den globalen Wirtschaftsmarkt wettbewerbsfähig zu machen. Dieses Ziel wird erreicht, wenn Investoren mithilfe von billigen Standorten ins Land gelockt werden können. Erreicht werden soll das mittels verschiedener Kostensenkungsstrategien wie beispielsweise dem Anheben der Rentenaltersgrenze.
Arbeitnehmerrechte in Europa
Die in Europa sehr stark geschützten Arbeitnehmerrechte sollen dabei ebenfalls im Rahmen der Agenda 2020 aufgeweicht werden; in Griechenland wurden beispielsweise bereits der Mindestlohn und die Arbeitslosenhilfe von der Regierung verringert, um Kosten einzusparen. Auch in Spanien wurde der Arbeitsmarkt reformiert, wobei nicht einmal die Gewerkschaften mit einbezogen wurden. Italien, eine Nation, die ebenfalls enorme wirtschaftliche Probleme hat, plant, um auch in Zukunft für Investoren interessant zu sein, seinen strikten Kündigungsschutz aufzulockern; das sollte eigentlich bereits 2002 geschehen, wurde aufgrund von Massenprotesten der Bevölkerung jedoch wieder verworfen.
Deutschland ist Vorbild für Europas Agenda 2020
Das Vorbild der Agenda 2020 in Europa ist die in Deutschland umgesetzte Agenda 2010, die es Deutschland ermöglicht hat, auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein und seine Marktstellung weiter auszubauen. Auch mögliche Voraussetzungen bei kostenlosen Kreditkarten können im Rahmen der anstehenden europäischen Reformen beeinflusst werden. Deutsche Lohnniveaus und Produktivität werden dabei inzwischen als Maßstab in den anderen europäischen Mitgliedsstaaten genommen und sollen teilweise gar übertroffen werden. Die europaweiten Arbeitsmarktreformen führen zu einem Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen, europäischen Nationen. Wird eine Nation wie beispielsweise Frankreich durch Reformen des Arbeitsmarktes interessanter für Investoren, müssen Länder wie Deutschland nachziehen, um nicht wirtschaftliche Einbußen befürchten zu müssen.
Der bevorstehende, direkte Konkurrenzkampf innerhalb Europas wird von der Europäischen Union auch gewünscht, schließlich soll mithilfe von Reformen im Rahmen der Agenda 2020, Europa mit dem Rest der Welt wettbewerbsfähig sein und auch mit aufstrebenden Nationen wie China und Brasilien konkurrenzfähig sein. Kritisch wird diese Art der Kostensenkung von Ökonomen betrachtet, schließlich führt die Senkung der Lohnkosten zu schwächeren Einkommen. Dadurch wird auch der private Konsum eingeschränkt, was den Wachstum und die Arbeitsmärkte über Jahre hinweg belasten kann.