Die Agenda 2010 unter Kanzler Gerhard Schröder kostete die SPD viele Wählerstimmen

Die Agenda 2010 war eines der umstrittensten Projekte die Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder zusammen mit den Bündnis90/Die Grünen auf den Weg gebracht hat. Teilweise tiefe Einschnitte in sozialen Bereichen haben die Menschen verärgert und viele verstanden die Welt nicht mehr. Die SPD galt als Arbeiterpartei, galt als eine Partei der sozialen Wärme, jedenfalls hat sie sich so im Wahlkampf und als Opposition gegeben. Wahlversprechen und vollmundige Reden waren wie so oft nach der Wahl aber Schall und Rauch. Die Menschen fühlten sich betrogen und belogen. Wechselwähler sahen keine soziale Verbesserung und gerade mit der Agenda 2010 schient das Fass voll zu sein und gar schon überzulaufen. Umstritten waren besonders die Arbeitspolitik und die Folgen der Agenda 2010 für arbeitslose Menschen.

Das Arbeitslosengeld wurde nur noch 12 Monate lang gezahlt (Ausnahmen galten bei älteren Menschen) und der folgende Abstieg zu Hartz IV war ein Abstieg, der schmerzhaft war. Jegliches Vermögen, das sich Arbeitnehmer im Laufe ihres Arbeitsleben erspart haben, wurde bis zu einem bestimmten Freibetrag angerechnet, das Einkommen des Partners ebenso und die Einschnitte im finanziellen Bereich waren zu groß, als dass die Bevölkerung dies hingenommen hätte. Ganz klar haben sich Zehntausende, ja Hunderttausende von der SPD abgewandt und hier eine Politik der sozialen Kälte gesehen. Sozial erschien die Partei nicht mehr, stattdessen konnte die CDU bei der kommenden Bundestagswahl bei den Wählern ankommen und gewann diese Wahl auch. Ob die Agenda 2010 notwendig war oder nicht, ist eine andere Frage, aber sie hat definitiv zu einem drastischen Stimmenverlust bei der SPD geführt.

Oliver Schmid

Oliver Schmid

Redakteur bei digitalinstitut.de
Mein Name ist Oliver Schmid, ich lebe und arbeite in Friedrichshafen (Bodensee). Ich bin Online Marketing Enthusiast und Internet-Unternehmer seit 2009.
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