Gemeinsame Anstrengungen der Staats- und Regierungschefs für die Agenda 2000

Neben der Osterweiterung der EU war die Agenda 2000 bestimmt von Erwägungen zur Verbesserung der Wirtschafts- und Agrarstruktur in bisher vernachlässigten oder ganz einfach noch nicht so entwickelten ländlichen Regionen der Europäischen Union.

So war eine der Forderungen, die in der Agenda beleuchtet und behandelt wurden, die Abbau von Hürden im allgemeinen Handel, der EU-Landwirten und Agrarbetrieben durchaus Chancen bietet. Eine Angleichung der EU-Preise an die internationalen Preisskalen war eine der vielen Aufgabenstellungen der Agenda. So wurde beratschlagt, wie es am vernünftigsten möglich sei, die Verringerung der Marktunterstützungspreise für Rindfleisch um zwanzig Prozent, für Milch- und Milcherzeugnisse um fünfzehn Prozent und schließlich für Getreide um fünfzehn Prozent zu senken. Die Verfasser der Agenda erwarteten sich von solcherlei Markteingriff ein verbessertes Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage, bessere Konkurrenzfähigkeit in der Landwirtschaft und ebenso auf den Binnenmärkten. Ein weiteres Thema war deswegen die Ausarbeitung eines Zeitplanes, um die Senkung der sogenannten institutionellen Preise stufenweise vorzunehmen, womit den Bauern die benötigte Zeit gegeben sei, sich an die neue Preisumgebung zu gewöhnen.

Ein weiterer Punkt der Tagesordnung war, auch im Jahre 1999 bereits, das Thema Umwelt. In Realitas unterstützt die Gemeinschaft bereits seit dem Jahre 1992 Anbaumethoden, bei denen die Umwelt nur wenig oder in zumutbaren Rahmen belastet wird. Ein Ziel der Agenda jedoch war es auch, diese Umweltbestimmungen wesentlich restriktiver zu gestalten und in die allgemeine Handhabe zur Entwicklung des ländlichen Raums einzustrukturieren. Ein weiterer interessanter Punkt der Agenda 2000 stellte die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung dar. Tatsächlich herrschte zu dieser Zeit eine Lebensmittelknappheit in Europa. Hinter dem sogenannten SAPARD-Programm, das ebenfalls Teil der Agenda war, verbargen sich Heranführungsmaßnahmen in den Bereichen Landwirtschaft und Entwicklung des ländlichen Raums.

Oliver Schmid

Oliver Schmid

Redakteur bei digitalinstitut.de
Mein Name ist Oliver Schmid, ich lebe und arbeite in Friedrichshafen (Bodensee). Ich bin Online Marketing Enthusiast und Internet-Unternehmer seit 2009.
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