Das Referenzkonto: Ein- und Ausgang für Spezialkonten
Das Referenzkonto ist meist das eigene Girokonto. Tagesgeld- oder Darlehenskonten beispielsweise lassen nur Ein- und Auszahlungen auf das angegebene Konto zu und nicht auf jedes beliebige.
05. 2010Was genau ist eigentlich ein Referenzkonto? Das fragt sich so mancher Bankkunde, der zum ersten Mal diesen Begriff liest. Doch die Erklärung ist recht einfach. Es ist das Konto, das einem anderen Konto als Quelle und Ziel für Transaktionen dient. Ein Beispiel macht das deutlich: Ein Bankkunde hat sein Konto bei der Bank X. Es handelt sich dabei um sein ganz normales Girokonto, von dem er seine Miete bezahlt und auf welches sein Arbeitgeber das Gehalt überweist. Nun möchte er sein Geld gut verzinst anlegen und wählt dafür ein Tagesgeldkonto aus. Da Bank Y ihm dabei bessere Konditionen anbietet als seine bisherige Bank X, eröffnet er das Tagesgeldkonto dort. Bei der Eröffnung des Tagesgeldkontos wird er darum gebeten, ein Referenzkonto anzugeben. Das ist dann in diesem Fall sein normales Girokonto bei Bank X.
Der Sinn und Zweck dahinter ist einfach erklärt. Ein spezielles Konto wie das Tagesgeldkonto hat andere Möglichkeiten als ein Girokonto. Von einem Girokonto kann man Überweisungen an beliebige Empfänger verschicken. Von einem Tagesgeldkonto dagegen geht das nicht. Von hier aus kann man in der Regel nur an das in den Daten fest hinterlegte Konto Geld senden.
Aber nicht nur Tagesgeldkonten, auch andere Spezialkonten sind davon betroffen. Darlehenskonten etwa oder die Konten von Kreditkarten können dazugehören. Jedes Bankinstitut entscheidet selbst, welche seiner verschiedenen Konten Referenzkonten erfordern und welche nicht.
Der Grund, warum in diesen Fällen nur ein Referenzkonto mit dem Tagesgeld- oder Darlehenskonto Geldbeträge austauschen darf, liegt in der Sicherheit begründet. Etwa im Beispiel mit dem Tagesgeldkonto bei Bank Y. Da auf Tagesgeldkonten oftmals deutlich höhere Geldbeträge als auf Girokonten verwahrt sind, könnten sie attraktive Ziele für Betrügereien sein. Dadurch, dass das Geld aber nur auf ein ganz bestimmtes, vom Kunden selbst festgelegtes Konto überwiesen werden kann, ist ein Diebstahl kaum möglich. Denn selbst wenn sich ein Krimineller Zugang zum Tagesgeldkonto verschaffen sollte, so könnte er das Geld doch nur auf das Girokonto des Kunden überweisen und nicht auf sein eigenes.