Die Eigenheimzulage ist seit 2006 Vergangenheit

Die Eigenheimzulage garantierte Erwerbern von eigengenutzten Immobilien staatliche Förderung über einen Zeitraum von acht Jahren, gekoppelt an Einkommensgrenzen und die Anzahl der Kinder.

21. Dezember 2009

Die Eigenheimzulage war ein Instrument der staatlichen Wohnungs- und Eigenheimförderung, die bis Ende 2005 gültig war. Sie war eingerichtet worden, um die recht geringe Eigentumsquote an Wohnimmobilien in Deutschland aufzubessern und insbesondere jungen Familien, den Einstieg in das Immobilieneigentum zu erleichtern. So konnte in den ersten acht Jahren des Eigentums der monatliche Finanzierungsaufwand gering gehalten werden. Die Bedingungen waren an Einkommensobergrenzen geknüpft. Waren Kinder vorhanden, erhöhte sich die Obergrenze für jedes Kind um 800 Euro auf die Obergrenze der Eigenheimzulage.

Die Eigenheimzulage führt in den Jahren vor 2006 zu einem regelrechten Boom in der Immobilienbranche, weil deren Kürzung und Wegfall von der Politik angekündigt worden waren. Inzwischen hat sich aber herausgestellt, dass die Bautätigkeit in vielen Regionen stark zurückgegangen ist. Insbesondere junge Familien können nicht so viel Eigenkapital aufbringen, um eine vernünftige und wirtschaftlich vertretbare Finanzierung auf die Beine zu stellen.

Über die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau werden deshalb zinsgünstige Kredite für Bauherren vergeben, mit denen bis zu dreißig Prozent der Bausumme finanziert werden können. Die Bundesländer und einige Gemeinden haben sich Fördermaßnahmen einfallen lassen, die sich vor allem an Familien mit Kindern, an kinderreiche Familien, an Geringverdiener und andere soziale Gruppen wenden. Um einen Überblick über diese Fördermittel zu gewinnen, muss der interessierte Bauherr sich bei den Ländern und bei den Gemeinden individuell informieren. So gibt es Gemeinden, die erschlossene Grundstücke besonders preisgünstig zum Kauf anbieten, weil sie junge Familien in ihrer Gemeinde brauchen, die zukünftig nicht nur ordentliche Steuerzahler sind, sondern auch dafür sorgen, dass die Infrastruktur der Gemeinde mit Kindergarten und Schulen aufrechterhalten bleibt.

Bauwillige sollten sich nach wie vor über die Möglichkeiten des Bausparens informieren und die dort möglichen staatlichen Zuschüsse frühzeitig nutzen. Auch über die Riester-Rente kann wirkungsvoll angespartes Geld für den Bau oder Kauf einer Immobilie eingesetzt werden.