Ein Festgeldkonto bringt höhere Zinsen als ein Sparbuch

Eine gute Möglichkeit, den Zinsertrag ersparten Geldes zu optimieren, bietet ein Festgeldkonto. Wer den Markt beobachtet, kann viele Chancen nutzen, indem er die Angebote verschiedener Insitute nutzt.

21. Dezember 2009

Wer regelmäßig spart, hat mit der Zeit - auch wenn die monatlichen Beträge noch so klein erscheinen - einen ganz schönen Betrag zusammen. Dieses Geld auf ein Sparbuch zu legen, ist eine sehr sichere Anlageform, die nur einen Nachteil hat: Die Zinsen sind hier am niedrigsten. Wer riskante Geldanlagen scheut - das dürfte nach der Finanzkrise der größere Teil der Sparer sein - kann dennoch den Zinsertrag optimieren, indem er Termineinlagen tätigt. Das sind Festgelder, die auf für einen bestimmten festgelegten Zeitraum auf einem Konto und damit der Bank zur Verfügung stehen. Nach Ablauf der Bindungsfrist werden die Zinsen gutgeschrieben. Das Festgeldkonto wird in eine Sichteinlage, die banktäglich verfügbar ist, umgewandelt, oder es findet eine Prolongation statt: eine Verlängerung des Termingeldkontos.

Wer als Sparer von einem Termingeldkonto profitieren möchte, sollte sich flexibel am Markt bewegen. Viele Banken bieten gerade zu Zeiten erhöhten Geldbedarfs attraktive Festgeldkonditionen, besonders bei Erstanlage in der Bank. Zwar haben viele Bankkunden eine mehr oder starke emotionale Bindung an ihre Hausbank. Dies bringt aber meist dem Kunden keine Vorteile, sondern seiner Bank. Wenn eine Konkurrenzbank ein günstiges Angebot für eine Festgeldanlage macht, dann sollte man nicht zögern, dort Termingeld anzulegen und ein Festgeldkonto einzurichten. Nach Ablauf der Bindungsfrist und falls keine interessanten Prolongationen geboten werden, zieht man das Geld wieder ab. Die Banken müssen Festgeld entsprechend der Mindestreservenverpflichtung in minimalem Umfang bei der Europäischen Zentralbank hinterlegen. Diese steuert damit die Nachfrage von Geschäftsbanken nach Zentralbankgeld.

Wer auf einem Festgeldkonto anlegt, interessiert sich aber nur für den Ertrag des Kontos. Faustregel ist: je länger die Anlage, desto attraktiver der Zins. Aber auch für Beträge, die nur für drei Monate angelegt werden, lohnt sich diese Anlageform. Wer zum Beispiel Steuern erst in drei Monaten zahlen muss, die Beträge aber bereits verfügbar hat, holt sich ein paar Prozent mehr Zinsen. Bei höheren Geldvermögen lohnt sich die Festgeldanlage bei Privatpersonen auf jeden Fall.