Garantiezertifikate: Abgesichert gegen Totalverlust

Garantiezertifikate sorgen für eine sichere Anlage. Der Anleger erkauft sich diese Sicherheit durch begrenzte Gewinnmöglichkeiten. Dennoch sind sie eine interessante Alternative zum klassischen Aktieninvestment.

05. 2010

An den Börsen dieser Welt werden die unterschiedlichsten Wertpapiere und Anlagen gehandelt. Mit klugen Investitionen in Rohstoffe wie Weizen, Wasser oder Gold können clevere Spekulanten in kurzer Zeit viel Geld verdienen oder auch verlieren. Natürlich gibt es daneben auch die eher traditionellen Wertanlagen wie Aktien oder Anteilen an Aktienfonds. Zertifikate sind noch relativ neue Anlageinstrumente. Diese Produkte wurden von Bankhäusern entwickelt, um auch normalen Anlegern eine relativ einfache Möglichkeit zu geben, zum Beispiel in Rohstoffe zu investieren. Andere Zertifikate bilden bestimmte Indizes ab oder spekulieren auf ganz bestimmte Marktentwicklungen. So gibt es beispielsweise Zertifikate, die auf fallende, und solche, die auf steigende Kurse des jeweils zugrunde liegenden Wertpapiers oder Aktienindex setzen.

Besonders riskant sind in dieser Kategorie die so genannten gehebelten Zertifikate. Bei ihnen kann der Anleger mit relativ geringen Einsätzen überproportional hohe Gewinne – oder Verluste – erzielen. Doch Zertifikate sind nicht per se besonders riskant. Wie risikoreich oder risikoarm ein Zertifikat ist, hängt von der jeweiligen Konstruktion des Produkts ab.

Eine besondere Klasse der Zertifikate ist sogar besonders wenig risikoreich. Dabei handelt es sich um die so genannten Garantiezertifikate. Sie garantieren den Anlegern, dass sie am Ende der Laufzeit zumindest das eingesetzte Kapital zurückerhalten. Während bei vielen anderen Papieren jederzeit die Gefahr eines Totalverlusts besteht, können Garantiezertifikate den Anlegern zumindest versichern, dass sie das eingesetzte Kapital nicht komplett verlieren. Dieses zusätzliche Quäntchen Sicherheit gibt es allerdings nicht umsonst. Für Garantiezertifikate auf Aktien beispielsweise ist es in der Regel so, dass die emittierende Bank die ausgeschütteten Dividenden einbehält. In anderen Konstruktionen ist es so, dass zwar der Verlust abgesichert, dafür aber auch der Erfolg gedeckelt ist. Entwickeln sich die zu Grunde liegenden Papiere besser, als bei Herausgabe des Zertifikats vorgesehen, partizipiert der Anleger dann nur bis zu einer bestimmten Grenze am Erfolg.