Privater Rechtsschutz kann im Notfall die Rettung sein
Selbst friedliebende Menschen können unversehens in einen Rechtsstreit verwickelt werden. Dann ist guter Rat teuer, es sei denn, man hat eine entsprechende Versicherung. Privater Rechtsschutz kann sich bezahlt machen.
02. 2010Auch ohne eigenes Dazutun kann man in einen Rechtsstreit verwickelt werden. Beispielsweise ein unübersichtlicher Verkehrsunfall, bei dem der Unfallgegner die Schuld abstreitet und den Schaden nicht übernehmen will. Oder ein teurer Schaden in der Mietwohnung, den der Vermieter auf den Mieter abwälzen will, oder umgekehrt. Es gibt viele Situationen, in denen das eigene Verhandlungsgeschick nicht mehr ausreicht, um die Situation zu lösen und Schaden abzuwenden. Ein Rechtsstreit ist mit hohen Kosten für Anwalt und Gerichtsgebühren verbunden. Unabhängig davon, wie später entschieden wird, müssen diese Kosten erst einmal von beiden Seiten ausgelegt werden. Ein privater Rechtsschutz versetzt einen in die Lage, einen Rechtsstreit eingehen zu können, ohne in eine finanzielle Notlage zu geraten.
Prinzipiell besteht auch die Möglichkeit, bei dem zuständigen Gericht Prozesskostenbeihilfe zu beantragen. Diese wird allerdings nur bei niedrigem Einkommen und der Aussicht auf Erfolg des Verfahrens gewährt. Man muss einen Antrag stellen, die Einkommens- und Besitzverhältnisse offen legen und auf eine Bewilligung warten. Ein privater Rechtsschutz bietet mehr Flexibilität und kann sofort eingesetzt werden.
Es gibt bei vielen Anbietern die Möglichkeit, den Rechtsschutz mit anderen Versicherungen zu kombinieren und so einen niedrigen Beitrag zu vereinbaren. Im Vertrag wird eine maximale Versicherungssumme festgelegt, bis zu der die Rechtsschutzversicherung die Kosten in einem Verfahrensfall übernimmt. Bei einem Vergleich der Anbieter sollte man in jedem Fall nicht nur die Höhe der monatlichen Raten, sondern vor allem die genauen Versicherungsbedingungen, die Höhe der Deckungssumme und die ausgewiesenen Leistungen vergleichen. Sinnvoll ist die Möglichkeit, Zahlungen nicht nur im Fall eines Gerichtsverfahrens, sondern auch für eine Beratung einsetzen zu können und die Option, den Rechtsschutz für die ganze Familie in Anspruch nehmen zu können. Bei Abschluss einer Rechtsschutzversicherung besteht eine Frist von drei Monaten, bis die Leistungen in Anspruch genommen werden können. Bei unvorhergesehenen, nicht selbst verschuldeten Schadensfällen gilt diese Frist allerdings nicht.