Studentendarlehen zur Finanzierung des Studiums

Wenn man nicht in den Bedarfsbereich des BAföGs fällt und die Eltern einen nicht ausreichend fördern können, muss man sehen, wie man sein Studium finanziert. Ein Studentendarlehen kann hier die Lösung sein.

05. 2010

In Zeiten von Studiengebühren und steigenden Preisen hat es der Student in Deutschland nicht immer leicht. Die Bildung ist nicht mehr kostenlos, die Studienzeiten werden gekürzt und beides verträgt sich nicht sonderlich gut miteinander. Bei kürzerem Studium wird das Lernpensum drastisch angehoben und es findet sich nur schwerlich Zeit für einen Job. Wenn man jedoch nicht zu der glücklichen Gruppe gehört, die sich von ihren Eltern unterstützen lassen kann, muss man arbeiten, um das Studium überhaupt irgendwie finanzieren zu können. Ein Paradox, das leider in vielen Fällen zur Realität geworden ist und Anlass zu Bildungsstreik und Ratlosigkeit gibt.

Auch wenn die Ausbildungsförderung manche dieser Fälle abdeckt, gehen jene Studenten, die diese in Anspruch nehmen, am Ende ihres Studiums erstmal mit einem Schuldenberg ins Berufsleben. Eine Belastung, die man natürlich am liebsten umgehen würde.

Hat man das Pech, dass die Eltern zu viel verdienen, um gefördert zu werden, jedoch zu wenig, um einem wirklich unter die Arme greifen zu können, befindet man sich in einem finanziellen Dilemma, das einer Lösung bedarf. Letztendlich will man ein Studium nicht aus finanziellen Gründen ablehnen müssen.

Eine Möglichkeit, um dem vorzubeugen, ist ein sogenanntes Studentendarlehen, das man bei diversen Kreditinstituten beantragen kann. Hierbei wird das Einkommen der Eltern außer Acht gelassen. Ein derartiges Darlehen kann von jedem beantragt werden, der sich im Erststudium an einer deutschen Hochschule befindet und finanzielle Hilfe benötigt. Die Höhe kann je nach Bedarf variieren.

Im Gegensatz zum BAföG muss das Studentendarlehen vollständig zurückgezahlt werden und es fallen Zinsen an. Außerdem beginnt die Rückzahlung in der Regel 12 Monate nach Abschluss des Studiums, nach der sogenannten Berufsfindungsphase. Die Zinsen, die anfallen, sind üblicherweise geringer, als jene bei normalen Krediten. Jedoch sollte man sich, wie bei jeder finanziellen Belastung, genau überlegen, ob man eine derartige Verpflichtung eingehen möchte oder noch eine andere Möglichkeit sieht. Entscheidungen dieser Art sollten keinesfalls leichtsinnig getroffen werden.