Suchen Sie nach Zulagen: Eigenheim wird so günstiger

Wer mit Zulagen Eigenheim erwerben möchte, muss sich mit allen Fördermöglichkeiten vertraut machen und alle Angebote vom Bausparen bis zu moderner Energienutzung in Anspruch nehmen.

22. 2010

Das Eigenheimzulagengesetz, das am 31. Dezember 2005 seine Gültigkeit verlor, regelte bis zu diesem Zeitpunkt recht großzügig und pauschal die Bestimmungen für das Gesamtpaket "Zulagen Eigenheim". Zwar umfasste das Gesetz insgesamt 19 Paragrafen und regelte viele Umstände, unter denen der Erwerb einer eigengenutzten Immobilie stattfinden konnte, aber verglichen mit den nachfolgenden Regelungen und Förderungen war es einfach und überschaubar.

Die Politik hatte die Abschaffung des Eigenheimzulagengesetzes vor allem als das Streichen einer Steuersubvention angesehen. Dieser an sich richtige Ansatz hat in der Bau- und Immobilienbranche aber dazu geführt, dass in den Jahren 2002 bis Ende 2005 mit dem Auslaufen der großzügigen Zulagen Eigenheim viele Käufe vorgezogen worden sind, was im Januar 2006 zu einer geringeren Nachfrage nach Neubauwohnungen und neu errichteten Einfamilienhäusern führte.

Um diese Nachfrage erneut anzukurbeln und um der örtlichen Bauwirtschaft und Handwerkerschaft Beschäftigung zu sichern, aber auch um zahlungskräftige Steuerzahler in die Kommune zu locken, haben die Kommunen und die Bundesländer eigene Fördertöpfe eingerichtet. Diese differieren allerdings von Bundesland zu Bundesland und von Kommune zu Kommune. Für einen Bauwilligen ist es deshalb unverzichtbar, sich über die Fördermöglichkeiten von Land und Kommune in jedem Einzelfall zu unterrichten.

Ansonsten können Zulagen Eigenheim nur realisiert werden, wenn man vom Bausparen über den Wohn-Riester bis zu durch die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) geförderten Bau- und Sanierungsmaßnahmen - dazu zählen Niedrigenergie- und Passivhäuser - alle Möglichkeiten nutzt, um so günstig wie möglich in die eigenen vier Wände zu kommen oder diese nach zeitgemäßen Gesichtspunkten zu renovieren und zu sanieren. Nur wer langfristig plant, kann die Förderungen der Länder und Kommunen in Anspruch nehmen. Sind die Fördertöpfe leer, muss bis zum nächsten Wirtschaftsjahr gewartet werden, wobei die Bereitstellung solcher Mittel für das Folgejahr keineswegs sicher ist. Obwohl die Förderungen weniger und komplizierter geworden sind, sollte man nicht auf sie verzichten.