Termineinlage - Investition mit festgelegter Laufzeit
Vor allem Zentralbanken, Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften oder große Konzerne sind die Marktteilnehmer, die mit der Termineinlage, einer ganz speziellen Form der Geldanlage, handeln.
14. 2010Wer monatlich etwas Geld erübrigen kann, der legt es entweder auf einem Sparkonto an oder sucht sich andere Möglichkeiten der Geldanlage. Angebote gibt es viele und meist sind diese sehr unterschiedlich gestaltet. Eine Anlagemöglichkeit ist eine so genannte Termineinlage. Mit diesem Begriff bezeichnet man Geld, das für eine vorher festgelegte Zeit angelegt wird, und danach wieder zur Verfügung steht. Wie viele Tage oder Jahre der entsprechende Zeitraum umfasst, unterscheidet sich je nach Angebot deutlich. Allen gemeinsam ist jedoch, dass der Anleger bei einer Termineinlage nicht ohne Weiteres vor dem Ende der Laufzeit über das Kapital verfügen kann. Um ihre Kunden nicht zu verlieren, gibt es bei vielen Banken für eine Termineinlage jedoch eine Kulanzregelung. Meist kann der Anleger aufgrund dieser Regelungen früher als eigentlich geplant über das Geld verfügen, muss dann aber entsprechende Vorschusszinsen an die Bank zahlen. Auch eine Beleihung der Einlagen ist möglich, sollte das Geld früher als geplant gebraucht werden.
Generell unterscheidet man bei dieser Art der Geldanlage zwei Anlagetypen. Die eine – die so genannten Festgelder – haben dabei feste Laufzeiten, während die so genannten Kündigungsgelder eine vorher festgelegte Kündigungsfrist haben. Nach Ablauf der Frist können die Festgeldeinlagen entweder verlängert werden oder als so genannte Sichteinlagen genutzt werden. Bei letzterer Variante ist das Geld täglich verfügbar, Kündigungsfristen gibt es entweder gar nicht oder nur sehr kurzfristig. Wird die Festgeldeinlage verlängert, ist der aktuelle Zinssatz ausschlaggebend. Demgegenüber kann der Zinssatz bei Kündigungsgeldern durchaus variieren, wenn im Vertrag keine andere Festlegung getroffen wurde.
Gehandelt werden die Termingelder sowohl von Brokern als auch über elektronische Handelssysteme, wobei letztere Möglichkeit die häufigere ist. Privatpersonen finden sich in diesem Segment eher selten. Meistens handelt es sich bei den Marktteilnehmern um Zentralbanken oder staatliche Institutionen, aber auch um Pensionskassen, große Konzerne, Privatbanken, Fondsgesellschaften oder Versicherungen.