Wer einmal Motorrad gefahren ist, kommt kaum mehr los

Autofahren ist schön, ein Motorrad fahren ist schöner, so denken jedenfalls viele stolze Besitzer eines Motorrades. Diese sind verantwortungsvoller als ihr Ruf, nicht nur Geschwindigkeitsjunkies fahren auf zwei Rädern.

12. 2010

Allein der Anblick eines motorisierten Zweirades lässt die Augen echter Liebhaber des Fahrspaßes glänzen. Motorräder sind in der Regel leichter als Autos – obschon es Motorräder gibt, die an Wohnzimmer auf zwei Rädern erinnern. Da trotz des relativ leichten Gewichts ein sehr starker Motor eingebaut werden kann, sind Motorräder viel schneller zu beschleunigen als Autos. Und die Beschleunigung macht einen Teil des Suchtfaktors aus.

Da das Motorrad auf zwei Rädern läuft, legt es sich samt Fahrer oder Fahrerin in der Kurve in eine Schräglage, hinzu kommt der Fahrtwind und eine weniger gefilterte Geräuschkulisse als beim Autofahren. Und schon wird aus dem Fahren zwecks Überwindung einer Entfernung ein vergnügliches Erlebnis. Motorräder gibt es in sehr unterschiedlichen Ausführungen, je nach Anwendungsprofil. Sportmaschinen sind wegen des geringeren Luftwiderstandes meist vollverkleidet und tiefliegend, Geländemaschinen haben einen höheren Radstand, eine ausgeprägte Federung und sind relativ leicht, Chopper eignen sich für einen coolen Auftritt, aber nicht für lange Urlaubsfahrten usw.

Beim Motorrad ist keine Knautschzone wie bei einem Auto vorhanden, daher hat das Motorradfahren den Ruf, Verantwortungslose anzuziehen. Der Blick in einen Katalog für Motorradbekleidung belehrt eines Besseren. Es gibt eine große Nachfrage nach Schutzbekleidung, und die technische Entwicklung in diesem Gebiet wird ebenso wie die der Fahrzeugsicherheit immer weiter vorangetrieben. Moderne Motorräder verfügen über ausgezeichnete Bremsanlagen und teilweise über ABS. Als Bekleidungsschutz gibt es spezielle Rückenprotektoren, mit Protektoren verstärkte Jacken, Hosen und Stiefel und hochwertige Helme. Ein Motorradliebhaber investiert einen guten Teil des Geldes in Bekleidungsschutz und nicht nur in die Maschine. Wer sich in das Motorradfahren verliebt, sollte auch über ein Fahrsicherheitstraining nachdenken. Mit der Liebe zum Fahren kommt manchmal auch die Liebe zur Technik auf. Wer sich zuerst lediglich auf dem Motorrad gesehen hat, findet sich vielleicht bald auch darunter wieder, mit Werkzeug, Öl und Lackpflegemitteln.