Zerobonds - Finanazinstrument mit Vor- und Nachteilen

Im Gegensatz zur Anlage in herkömmliche Wertpapiere bieten Zerobonds den Anlegern erhebliche Vorteile, beispielsweise bei der Zahlung der Steuern. Allerdings ist diese Anlageform nicht ganz risikolos.

10. 2010

Der Name „Zero Bond“ stammt aus dem englischen Sprachgebrauch, wo die sogenannte Nullkuponanleihe – so der korrekte Begriff von Zerobonds – auch als „Zero Coupon Bond“ bezeichnet wird. Nullkuponanleihen heißen Zerobonds deswegen, weil es bei dieser Sonderform der verzinslichen Wertpapiere keine laufenden Zinszahlungen gibt, anders als bei den üblichen Anlageformen dieser Art. Der Anleger erhält seine Auszahlung erst am Ende der vertraglich festgesetzten Laufzeit und damit lediglich die Differenz zwischen dem Erwerbskurs der Papiere und dem Verkaufskurs am Tag des Vertragsendes.

Es gibt mehrere unterschiedliche Formen der Zerobonds, die Wichtigsten sind Anleihen im klassischen Sinn und so genannte „Zinssammler“. Bei der ersteren Variante wird dem Anleger am Ende der festgelegten Laufzeit der sogenannte Nennwert der Anleihe ausbezahlt. Bei Papieren der Kategorie Zinssammler werden die Papiere zu einem Nennwert ausgegeben und danach werden die Zinsen bis zum Laufzeitende eingesammelt. Insgesamt kann man sagen, dass die Nullkuponanlagen im Gegensatz zu den klassischen Wertpapieranlagen eine eher untergeordnete Rolle spielen. Die größte Bedeutung haben sie noch bei der Darstellung des Garantieanteils bei Garantiezertifikaten oder Garantiefonds.

Nullkuponanleihen haben eine Reihe von Vorteilen, sind aber auch mit gewissen Risiken behaftet. Wenn die Anleger Privatpersonen sind, können sie beispielsweise die Zinszahlung bis zu einem Zeitpunkt verschieben, an dem die Progression sehr niedrig ist. Denn laut Steuerrecht der Bundesrepublik Deutschland müssen die Erträge dieser Papiere erst zu dem Zeitpunkt versteuert werden, an dem die Papiere fällig werden. Eine Ausnahme bildet der vorherige Verkauf der Papiere, dann sind die Steuerzahlungen sofort zu leisten. Ein weiterer Vorteil: Überlegungen zur Wiedereinlage können gänzlich entfallen, da während der Laufzeit des Vertrages ja keine Zinsen gezahlt werden. Diesen Vorteilen stehen aber auch gewisse Risiken gegenüber, über die sich die Anleger vorher gründlich informieren sollten. So reagieren Nullkuponanleihen beispielsweise sehr stark auf Marktschwankungen.