Sozialpolitik forciert Gutscheine statt Hartz-IV-Aufstockung

Sozialpolitik forciert Gutscheine statt Hartz-IV-AufstockungImmer mehr Menschen sind auf Hartz IV angewiesen, obgleich sie einer Beschäftigung nachgehen. Zudem steigen die Beiträge zur Kranken- und Sozialversicherung stetig. Daher fühlen sich immer weniger Leute motiviert, eine Arbeit zu suchen, denn mit Hartz IV steht ihnen unter dem Strich mehr Geld zur Verfügung. Eine Vielzahl an Kosten wird Empfängern dieser Leistung sogar erstattet. Dabei wurde diese Reform einst ins Leben gerufen, um das Existenzminimum zu sichern. Leider kommt es heutzutage auch häufiger vor, dass Gelder, welche im Rahmen von Hartz IV für bestimmte Zwecke bewilligt werden, von den Zahlungsempfängern anderweitig ausgegeben werden. Daher sehen es Vermieter gern, wenn sie die Miete direkt vom Jobcenter überwiesen bekommen.

Alle diese Aspekte liefern ausreichend Stoff für Diskussionen zur Erhöhung der monatlichen Beiträge. Unumstritten ist jedoch, dass beispielsweise bedürftige Familien mit Kindern oft nicht über das nötige Geld verfügen, um ihnen eine Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen. Damit entsprechende Angebote auch tatsächlich den Bedürftigen zugutekommen, setzt die Politik auf Gutscheine. Diese werden nach Vorlage eines Antrages durch das Jobcenter ausgestellt und direkt an die jeweilige Bildungseinrichtung beziehungsweise an einen Verein weitergegeben. Eine Veruntreuung von Geldern ist dadurch unmöglich geworden. Das Angebot an Gutscheinen, welche der Bildung und der Freizeitgestaltung von Kindern dienen, ist sehr vielfältig. Da die Antragsstellung noch immer sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, haben Eltern auch die Möglichkeit, fällige Beträge vorzustrecken. Nach Rücksprache mit dem Bildungsträger oder Verein bekommen sie diese rückwirkend erstattet. Die Einführung von Gutscheinen gewährleistet, dass nur bedürftige Familien auf diese Angebote zurückgreifen können.

Aufgrund der zahlreichen Veruntreuungen kommt es vor, dass Empfänger von Hartz IV im Rahmen von Sanktionen Lebensmittelgutscheine anstatt des monatlichen Beitrages bekommen. So ist gewährleistet, dass keinerlei Genussmittel eingekauft werden. Zudem stoppen diese Gutscheine einen verschwenderischen Umgang mit Geld. Der Nachteil an Lebensmittelgutscheinen ist, dass sie nicht von allen Lebensmittelgeschäften angenommen werden. Wer jedoch auf Artikel des täglichen Bedarfs angewiesen ist, hat die Möglichkeit, auf einen Gutschein für BAUR zurückzugreifen. Hier wird meist auch eine Ratenzahlung gestattet.

Um Erwachsenen ebenso die Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, gewähren viele kulturelle Einrichtungen Rabatte gegen Vorlage des Hartz-IV-Bescheides. Ebenso ist der Erwerb eines Ferienpasses für Familien möglich. Im Gegensatz zu einer Erhöhung der Monatsbeiträge ermöglichen Gutscheine die direkte Teilhabe am kulturellen Leben. Sie werden unmittelbar an Bedürftige weitergegeben und garantieren einen gerechten Umgang mit den Sozialleistungen.

Die Motivation, einer Arbeit nachzugehen, darf niemals abklingen. Daher wird verstärkt über die Einführung von Mindestlöhnen diskutiert. Auch das Gefühl, für sein Geld etwas getan zu haben, spricht dafür, einer geregelten Beschäftigung nachzugehen. Zudem muss es auch Menschen geben, die durch ihre Steuern dafür sorgen, dass es auch weiterhin Sozialleistungen gibt. Hartz IV setzt voraus, dass die Empfänger dieser Leistung alles daransetzen, nicht mehr hilfebedürftig zu sein.

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