Studien mit Agenda-Theorien

Studien rund um das Stichwort Agenda gibt es wie Sand am Meer. Sie beschäftigen sich konkret mit den einzelnen, verschiedenen Bausteinen des Agenda-settings, um nicht zu sagen der Meinungsmanipulation.

Ganz allgemein kann gesagt werden, das Häufigkeit und Umfang der Berichterstattung zu einem gewissen Thema dessen Relevanz in der öffentlichen Meinung bestimmen. Gerade in den letzten Jahren hat das Thema Agenda-setting eine ganze Reihe von Wissenschaftlern und Theoretikern dazu veranlasst, dementsprechende Studien zu betreiben und zu veröffentlichen. Dass diese Angelegenheit, diese Studien nicht publikumswirksam an die Öffentlichkeit gebracht wurden, hat das Thema sich selbst zu verdanken. Es kann nämlich keineswegs im Interesse von Regierung, politischen Parteien und Industrie liegen, das manipulierte Volk über die Struktur seiner Manipulation aufzuklären. Das Agenda-setting hat durchaus fundamentale Wirkung nicht nur in der tendenziösen öffentlichen Meinung, sondern findet auch grandiosen Niederschlag in den grundlegenden Einstellungen der Bevölkerung, der Rezipienten, gegenüber der sozialen Realität.

Es ist aber durchaus auch notwendig, die andere Seite der Medaille zu betrachten. Die Medien können als Motor einer Demokratisierung wirken. Brennendes Beispiel sind die Volksaufstände in Afrika. Auch hat sich das Bild der Medien in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend geändert, seit das Internet Einzug gehalten hat, in die Meinungsbildung des Volkes. Die Situation, die also immer schon sehr vielschichtig war, ist durch das massive Auftreten eines neuen Faktors, dessen Intensität auf die Meinungsbildung noch gar nicht erfasst werden kann, nochmals kompliziert worden. Den Medien ist selbstverständlich ein gewisses Verantwortungsbewusstsein nicht abzusprechen, es stellt sich lediglich die Frage, welche Interessen bei einem praktizierten Enthüllungsjournalismus dabei wirklich im Vordergrund stehen.

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