Typische Outfits für Geschäftsleute
Eigentlich war das Wissen, welche Mode zu welchem Anlass passt, früher Allgemeinwissen. Ein Prinzip sollte aber bei jedem Geschäftstreffen gelten: Angemessenheit. Nicht jede Branche ist gleich. Auch wenn das Banken- und Versicherungsgeschäft bis heute stilbildend sind, so ist es oft eine Frage des Anlasses und der Branche, welches Outfit als passend gilt. Für unsichere Menschen in Sachen Stilfragen gilt nach wie vor, dass es besser ist, sich anzupassen, als unangenehm aufzufallen. Insofern ist ein Anzug in dunklem Blau oder Grau noch immer die richtige Wahl. Lediglich bei der Krawatte gilt es einen gewissen Spielraum zu wahren, wobei sich auch hier im Zweifelsfall dunklere, aber auf jeden Fall dezente Farben anbieten.
In einigen Branchen gelten diese Regeln nur zum Teil. Auf der Baustelle erscheint auch der Ingenieur in einer arbeitsbetonten Kleidung, auch dann, wenn er Führungsaufgaben wahrnimmt. Ein Werber erlaubt sich auch bei wichtigen Meetings und Präsentationen durchaus eine gewisse Lässigkeit und kann bei der Wahl der Farben freier agieren, als der Vertreter einer Sparkasse. Ein Anwalt erscheint bei unwichtigen Verhandlungen auch Mal ohne Krawatte anthrazit, ohne dass dies gleich als Affront gewertet wird. Stilbewusstsein hat viel mit Feingefühl zu tun und lediglich in größeren Unternehmen herrschen hier eindeutige Kleiderordnungen. Denn hier ist Anpassungsbereitschaft meist ein Teil der Corporate Behavior. Auch der Rang eines Mitarbeiters drückt sich meist in klar festgelegten Kleidervorschriften aus.
Falls es anschließend außerhalb der Firmenräume zu einem Treffen kommt, dann kann je nach Lokalität die Krawatte auch abgenommen werden. Nur sich zu betrinken oder den Blues zu bekommen ist immer ein schlechtes Zeichen, ebenso wie eine übertriebene Fröhlichkeit. Dann helfen auch keine Krawatten mehr, denn ebenso wie die richtige Kleidung sind Selbstbeherrschung und gutes Benehmen ein absolutes Muss.